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Mein Sohn

 

Nein, ich bin kein  sonderlich kluger Mann

und nein, ich bin auch kein sonderlich intelligenter Mann.

Aber wenn ich es in deinen Augen sein darf,

läuft mein Herz vor Freude über.

Denn dann weiß ich einmal mehr,

dass du mich mit den Augen der Liebe siehst…

( Bild: Blogkarussell Text: Blogkarussell  kopieren nur mit Quellenangaben)

SOMMER UND HÄSSLICHE MENSCHEN.

Vor ein paar Tagen, als ich irgendwo in München in einem Biergarten saß, hielt ich kurz inne.

 

Die Sonne brannte, die Menschen schwitzten und waren nur dürftig bekleidet. Schön, dachte ich.

Bis ich eine Gruppierung junger Menschen wahrnahm, die ganz unverhohlen über eine beleibtere junge Frau lachten.

Man war sich einig, dass diese Dame aufgrund ihrer Leibesfülle und der, laut Beobachtern, falschen Garderobenwahl, verlachenswert wäre.

 

Das Mädchen, vielleicht 20 oder 21 Jahre alt, übte sich in angestrengter Ignoranz.

Sie trug einen bequemen Rock.

Nicht sonderlich kurz, nicht sonderlich eng, nicht lang und dazu eine ärmellose Bluse. Eigentlich ganz adrett und eben der Hitze angepasst.

Nur die Wenigsten möchten dieser Tage unter etlichen Lagen eines anziehbaren Körperkäfigs schwitzen und schmelzen.

 

Da stand nun diese Frau, kämpfte mit sich, den Fremden, Lachern, Pfeilfingern und den eigenen Tränen.

 

Ich nehme das wahr, schweige und ärgere mich.

Über meinen ausbleibenden Tadel, meinen kläglichen Versuch sie anzulächeln und diese Idioten, die mich zum Mittäter, sich zur Modediktatur und die Frau zum Opfer machen.

Sommer.

Die Menschen ziehen durch die Straßen, kehren ein in offene Cafés und Bars und eben Biergärten.

Man räkelt sich im Park, am Strand und im Schwimmbad.

Man genießt die wiederkehrende Energie und saugt die Mutter Sonne auf und unter all diesen Menschen wandern sie.

Die Zerstörer.

Die, man mag mir verzeihen, Arschlöcher.

Jene, die sich lautstark Luft machen, weil Mädchen oder eben Frauen Leggings, Röckchen, Shorts oder Kleidchen tragen.

Zu eng!

Zu kurz!

Zu bieder!

Zu schlampig!

Zu billig!

Die/Der ist viel zu fett!

 

„Das können nur ganz schlanke, kurvigere, junge, gebräunte, trainierte oder unsere Großeltern tragen!“

„Das beleidigt und belästigt mich ja geradezu!“

„Mit der Figur? Also nee!“

„Männer sollten solche Farben, Stoffe und Schnitte nicht tragen, das ist weibisch, unmännlich und voll unsexy!“

 

Einen Scheiß wisst ihr!

Karl Lagerfeld irrte sich übrigens ebenfalls, als er vom Kontrollverlust durch Jogginghosen sprach.

Ich persönlich halte ja ein affektiertes, gepudertes Modeäffchen, das ohne Fächer und Näselei nicht kann, für kontrollbefreiter – aber hey, Geschmacksfragen.

Ach, und es dürfen ja auch saudumme Menschen in der Öffentlichkeit ihre Meinung mitteilen, dann wird doch wohl ein dicker, fetter, dünner, alter oder junger Mensch anziehen dürfen, was ihm zusagt!

 

Es gibt sogar Interessensgruppen auf Facebook, die sich geschlossen gegen jene stellen, die enge Hosen tragen!

Das muss man sich mal vorstellen!

Wie egal sind bitte die Textilträume der Mitmenschen?

Wie egal können einem bitte die Brust, der Bauch, der Bizeps oder die Arschgröße völlig fremder Menschen sein?

Und wie kaputt müssen eigentlich die Köpfe sein, die davon überzeugt sind, dass sie abwerten, degradieren und ja, zerstören dürfen?

 

Kauft euch doch lieber mal ein Buch und diskutiert das mit dieser Leidenschaft!

 

Ich spreche hier weder von Nickies mit Glitzersteinchen, karierten Dreiviertelhosen, Ed Hardy und weißen Socken in Sandalen noch von diversen Geschmacks- oder Stilfragen, ich spreche von dieser beschissenen Beschämungskultur, die sowohl drinnen als auch draußen mit Inbrunst gelebt wird.

Lasst sie alle fett, dürr, trainiert, blass, gebräunt oder eben grau sein!

 

Lasst sie doch verdammt nochmal einfach aussehen und sich kleiden, wie es ihnen beliebt und steckt euch eure egalen, verächtlichen und ja, saudummen Meinungen doch dahin, wo ihr eure Finger habt, wenn ihr nicht gerade auf die „Hässlichen“ zeigt!

Ihr seid hässlich und das sage ich, obwohl mich eure Kleiderwahl überhaupt nicht interessiert!

( Bild: Pixabay Text: Blogkarussell )

FANTASMES D’UNE FEMME

Du öffnest die Tür und betrittst die Wohnung. Stille erwartet dich und hüllt dich ein. Du legst Tasche und Jacke ab. Ziehst die Schuhe aus. Routine. Jeden Abend erwartet dich das gleiche. Keiner ist da. Es langweilt dich. Aufregung ist ein Fremdwort. Aber das willst du ändern. Du erträgst es nicht länger. Deine Gedanken driften ab.


Plötzlich eine Bewegung hinter dir. Jemand drückt dich gegen die Wand. Ein warmer Körper presst sich an deinen Rücken. Erschrocken keuchst du auf und hebst die Hände neben deinen Kopf. Dein Busen wird flach gegen die Wand gedrückt. Etwas hartes, langes presst sich gegen deinen Po.

 

„Ich habe auf dich gewartet“, haucht dir eine tiefe Stimme gegen den Nacken. Ein warmer Atem verschafft dir eine Gänsehaut. Du schließt die Augen und legst deinen Kopf leicht auf die Seite. Dein Blut beginnt zu kochen. Du spürst die Lust durch deinen Körper strömen. Seine Hände ertasten deine Kurven und lassen keine Stelle aus. Kurz. Federleicht und doch fordernd. Nicht lang genug um sie zu genießen, aber genug um dich seufzen zu lassen.

 

Er weiß, was du willst. Wie du es willst. Worte sind unnötig. Du löst eine Hand von der Wand und streckst sie nach ihm aus, als seine Lippen über deinen Hals gleiten. Greifst zu. Klammerst dich an seine Haare. Seine Hände legen sich um deine Brüste. Greifen zu. Kneten sie sanft. Deine Brustwarzen recken sich seinen Berührungen entgegen. Deutlich sichtbar unter deinem Spaghetti-Top.

 

Eine Aufforderung. Mehr. Du willst noch viel mehr. Hüften und eine harte Beule reiben sich sinnlich an deinem Po. Ein Versprechen. Du reckst dich ihm entgegen. Erwiderst mit langsamen Kreisen. Hitze breitet sich in deinem Unterleib aus. Verbrennt dich von innen. Du brauchst ihn. Sofort. Willst ihn spüren, tief in dir.

 

Du löst seine Hände. Drehst dich langsam zu ihm um. Blickst ihm in die Augen. Die Leidenschaft, die du in ihm entdeckst, lässt dein Herz wie wild rasen. Er will dich. Er ist geil und kann es kaum erwarten, dich zu nehmen. Seine Arme schlingen sich um deinen Nacken. Straffe Muskeln treffen auf zarte Kurve. Lippen auf Lippen. Du saugst seinen Atem in dich auf. Warm, nass, süß und unheimlich verführerisch. Du kannst nicht mehr denken. Fühlst seinen Herzschlag an deiner Brust. Seine Hände auf deinem Po. Ziehst dich hoch und drückst dich an seine stolze Männlichkeit. Du schlingst die Beine um seine Mitte und lässt dich fallen.

 

Seine geschickten Finger haben deine Hose längst verschwinden lassen. Eure Atem gehen stoßweise. Beide keucht ihr, stöhnt.

Sowohl von dir als auch von ihm. Ihr seid beide in Fahrt. Wollt nicht mehr länger warten. Erneut wirst du gegen die Wand gedrückt. Ein Reißverschluss wird geöffnet. Seine Hand lässt kurz von dir ab. Gleitet zwischen eure Körper. Prüfend fahren seine Finger in deine Nässe. Mehr als feucht, bereit, fordernd, beinahe flehend.

 

Du kannst nicht mehr warten. Krallst deine Finger fester in sein Haar. Eine Aufforderung. Doch er braucht keine. Seine Finger werden ersetzt. Du fühlst seine samtige Spitze am Eingang deiner Lusthöhle, die Schamlippen langsam spreizend. Endlich.

Problemlos gleitet er in dich und keuchend löst du den Kuss. Eure Gesichter bleiben sich nah. Du blickst in seine Augen während er dich fickt. Er erwidert deinen Blick. Bei seinem ersten Stoß beißt du dir auf die Unterlippe. Gut. Mehr. Tiefer, härter bitte.

 

Deine Lippen pressen sich auf seinen Hals, als du den Kopf in den Nacken legst. Du brauchst Halt. Fährst mit den Fingernägeln über seinen Rücken. Seine Stöße kommen schneller. Treffen dich tiefer. Dein Blut rast. Du kannst nicht mehr klar denken. Willst nur mehr. Schnell kommst du oben an. Keuchend. Stöhnend. Schreist einen Orgasmus in sein Ohr.

 

Aber es ist noch nicht genug. Er hört nicht auf. Auch seine Hände greifen fester zu. Presst dich noch enger an sich. Wieder baut sich die Lust in dir auf. Seine Stöße kommen nun härter, noch tiefer, bis zum Anschlag. Auch er ist bald so weit. Als seine Hand nun zwischen euch gleitet, ist es um dich geschehen. Du presst deine Lippen auf seine Schulter. Beißt leicht hinein. Hinter seinen geschlossenen Augen siehst du Sterne. Unvergleichliche Lust.

 

Kurz darauf spürst du etwas Warmes in dir. Er explodiert und pumpt dich voll mit seinem Sperma. Immer wieder, kein Ende findend. Er zuckt und zieht seine nun halb schlaffe Männlichkeit ganz langsam aus deinem klatschnassen Lustzentrum. Er keucht leise deinen Namen. Du ringst um Atem. Findest keine Worte um das hier zu beschreiben. Nur sehr langsam setzt dein Gehirn wieder ein. Du löst deine Beine von ihm und lehnst dich noch etwas schwach gegen die Wand. Siehst ihn an. Ein Traum von einem Mann. Breitschultrig, flacher Bauch und ein süßer kleiner Po. Du öffnest die Augen. Du blickst dich um. Dein Atem geht stoßweise.

 

Du liegst mit weit geöffneten Beinen auf dem Sofa, deinen Slip hast du längst ausgezogen, aber du bist alleine. Routine. Jeden Abend erwartet dich das Gleiche und deine wilden Träume bleiben unerfüllt…

( Bild: Pixabay Text: Blogkarussell )

Dieser Wahnsinn

Die Luft ist warm und die Sonne brennt mir ins Gesicht. Und das im Mai.

…irgendwo ein Trampolin und Kinderlachen. Erste Sandburgen. Es riecht schon nach Sommerurlaub.

Ich sitze hier, atme alles ein und verstehe diesen ganzen Scheiß nicht. Ich werde mich nicht ablenken lassen. Kein Blog über „die Ausländer“, kein Text über „Hass“, kein Wort über „Vergeltung“.

Nein! Wir wissen sehr genau, dass wir nicht pauschalisieren dürfen. Wir wissen sehr genau um ehrenamtlich arbeitende Syrer. Wir wissen sehr wohl um verlässliche tunesische Arbeitskollegen. Wir wissen sehr wohl um marokkanische Kinderärzte. Wir wissen sehr wohl um die Möglichkeiten und die Kraft. Wir wissen, dass all die Scheiße, die passiert unendlich traurig ist und sich keinesfalls wiederholen darf.

Aber wir wissen auch um die eigene Unfähigkeit und schlimmer noch: wir wissen ebenso genau, dass es sich an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit doch wiederholen wird. Und nein, es ist nicht akzeptabel, Religionen, sogenannte „Fremde“ und die Menschen pauschal zu verurteilen. Und nein, es führt zu nichts, verlangt man rollende Köpfe und meterhohe Mauern.

 

Diese Scheiße wiederholt und nährt sich. Diese Scheiße hört nicht auf, indem man noch mehr Hass und Vorurteile streut und indem man sich auf alternative Fakten beruft. „Muslimische Extremisten“, „zugewanderte Terroristen“, „Fremde, die Täter sind“.

Der Moslem ist kein Attentäter. Der Zugewanderte ist kein Terrorist. Der Fremde ist kein Täter. Attentäter sind Attentäter, Terroristen sind Terroristen und Täter sind eben Täter.

Ich möchte nicht an Täter erinnern, die Nachbarn waren. Nicht an die Verbrecher, die Männer, Frauen und Kinder um ihr Leben bringen. Nicht an jene, die erschöpft weggucken, wenn man wieder hört, dass Hunderte ertranken, weil sie auf der Flucht vor dem Krieg, der vor ihrer Haustür stattfand, waren. Nicht an die Menschen, die vor Hass blind, Flüchtlingsheime anzünden oder die gefürchtete Fremde verfolgen, diffamieren und unter Generalverdacht stellen. Nicht an die guten Christen, die Unheil gelebt haben. Sie alle sind Täter.

Sie alle sind Menschen und sie alle sind divers und keinesfalls gleich. Ganz egal, welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe. Menschen. Es gibt die Guten, die weniger Guten, die Kranken, die Gesunden, die Klugen, die weniger Klugen.

Der Mensch weiß das, vergisst es aber viel zu schnell, grade wenn die Zeiten kompliziert und schwierig sind. Er trägt so ganz ungewollt zu einem Klima bei, welches nur umso intensiver anheizt und aufreibt.

Ich bin nicht Manchester, ich war nicht Paris oder Berlin. Ich bin Mensch und ja, ich fürchte mich ebenfalls und stelle mir Fragen, auf die ich keine Antworten habe.

Ich bin ebenso ratlos, aber ich weiß, dass keinem Menschen geholfen ist und wird, stülpt man den Mitmenschen, die man ja angeblich so gut kennt, eine Täterkappe über und macht sie grundlegend verantwortlich für die Untaten derer, die eben Täter sind.

Und wieder einmal schreibe ich von Kriegen in Köpfen und erfülle nicht, was ich mir vornehme. Vielleicht hört das irgendwann wirklich auf, spätestens dann, wenn ich tot bin. Vorher aber werde ich versuchen, diesem Leben etwas abzugewinnen, die Menschen eingehend zu betrachten, zu differenzieren und all dem auf den Grund zu gehen.

In diesem Sinne, passt auf euch, eure Kopfinhalte, Mitmenschen und Gefühle auf. Ich lausche derweil dem Kinderlachen und schaue meinem Sohn auf dem Trampolin zu.

Es riecht schon nach Sommerurlaub und das im Mai…

 

 

 

Prolog

In eigener Sache:

 

Nicht alles das geschrieben wurde, ist geschehen.

 

Nicht alles was geschah wurde geschrieben.

 

Nicht alles ist ernst.

 

Nicht alles ist spaßig.

 

Nicht alles ist wahr.

 

Nicht alles ist ausgedacht.

 

Aber alles ist authentisch.

Gefangen im Netz der Liebe

Nein, er denkt an nichts Besonderes in den Minuten, die die letzten seines Lebens sein sollen. „Wenn Welten in dir zusammenbrechen, geht dir nicht viel durch den Kopf“, sagt Markus leise, und er denkt an den 8. April zurück, als er mit Tempo 180 die Autobahn entlangrauscht, auf jenen Brückenpfeiler zu, an dem Schluss sein soll. Es ist aus, hat sie gesagt, vergiss mich, hat sie gesagt. Das erträgt er nicht. Abschüssiges Gelände, schnurgerade Strecke, er muss nur noch durch die Leitplanke, und er wäre seinen Liebesschmerz los.

Er kennt sie nur von Fotos

Dabei hat er sie nie geküsst. Nie berührt, hat nie mit ihr geschlafen. Er hat sie nie gesehen, nur auf Fotos, er kennt nicht ihren Duft. Wie um Himmels willen kann er sich ihretwegen umbringen wollen?

Sie haben gechattet, monatelang und fast jeden Tag. Dass daraus eine unglückliche Liebesgeschichte werden würde, war damals nicht abzusehen.

Niemand weiß, wie viele Menschen ihr Herz in einem Chatraum verloren haben. Doch wer die Räume abgrast, der wird auf viele arme Teufel treffen, die nach jemandem suchen, den sie einst im Chat trafen und aus den Augen verloren. Kaum etwas im Netz ist leichter, als durch seine Maschen zu rutschen. Man geht einfach weiter und chattet auf einer anderen Seite.

Das Medium Chat weitet sich so lange aus, wie Speicherplatz vorhanden ist. Fast neun Millionen Deutsche suchen im Netz Kontakt. Zwei Drittel der Kontakte kommen laut einer Umfrage in Chats zustande. Selbst auf Privatseiten finden sich inzwischen Chaträume. In manchen mögen ernsthafte Themen besprochen werden, in den meisten Räumen wird hingegen mit vielen Worten nichts gesagt.

Während der Arbeit sechs Stunden gechattet

Nicht so bei Markus. Sie sprach ihn an, in einem Raum eines Chats im vergangenen August, und von Beginn an verstanden sie sich blendend. Sie tippten immer weiter, flirteten ein bisschen und verabredeten sich für den nächsten Tag. Er werde sie erwarten, in seinem Stammraum. Sie kam. Markus war selig. Sie kamen sich näher. Plauderten über dies und das. Und zogen sich schnell aus dem Chat-Raum, in dem alle alles mitlesen können, in ein Séparée zurück. „Wir haben während der Arbeit oft sechs Stunden gechattet, und abends von zu Hause aus ging es weiter“, sagt er und seufzt.

Solche Chat-Liebespaare gibt es zu Tausenden. Und so unterschiedlich Chatter auch sind – eines haben sie gemein: Irgendwann reichen ihnen die Textzeilen auf dem Bildschirm nicht mehr. Die Sinne wollen befriedigt sein. Sie haben sich verliebt in die Sprache eines Menschen, in seinen Humor. Ob der Mensch groß, klein, dick oder dünn ist, ist egal, im Chat treffen sich Leute, die in der Kneipe nie ein Wort wechseln würden. Doch trotzdem will jeder irgendwann wissen: Wie sieht der andere aus? Entspricht er meinen Vorstellungen? Oder mache ich mir was vor? Im Chat sind Männer oft Frauen und Frauen Männer. Fast jeder, der sich erstmals in einen Chat tastet, wird einer falschen Natascha auf den Leim gehen. Im Chat können alle alles sein.

Witzig und charmant

Seine Befürchtungen wurden wahr, als sie ihm ein Digitalfoto schickte: Sie war auch noch bildschön. Das Bikinimädchen auf dem Foto mit den langen, blonden Haaren legt den Kopf zur Seite und schaut fragend, als ob sie sagen wollte: Und wie siehst du aus? er dachte sofort: Nicht gut genug für sie. „Ich finde mich äußerlich nicht so toll“, sagt er. „Ich habe Gewichtsprobleme, und das hemmt mich.“ der Chatter, sein Nick dagegen ist nicht dick. Er ist nur witzig und charmant. Er ist all das, was Markus nicht sein kann, wenn eine Frau ihn ansieht. Trotzdem schickte er ihr Bilder und war der glücklichste Mensch unter der Sonne, als sie sich wieder bei ihm meldete.

Das mag der Zeitpunkt gewesen sein, als Markus zu ahnen glaubte, er könnte seinen Nick ablegen und einfach nur Markus sein. Dass er endlich jemanden gefunden hatte, der sich nicht um sein Aussehen schert. Vielleicht hat ihn das übermütig gemacht, vielleicht hat er sich überschätzt. Aber jetzt wollte er sie treffen. In echt, real. Chatter sehnen diesen Moment herbei und fürchten ihn zugleich. Es ist schwer, den Zauber des Chats hinüber zu retten in den Augenblick, in dem sich Blicke treffen und eine schiefe Nase mächtiger sein kann als alles Chatten auf einer Wellenlänge.

Markus wollte es wagen. Überallhin würde er fahren, nur um ihr gegenüberzustehen, sie – er wagt das kaum zu hoffen – in den Arm zu nehmen. Er wusste, sie wohnte in Zürich, nur 500 Kilometer von ihm entfernt. Er würde hinfahren. Ihr würde er nichts davon sagen. Sie kannten sich erst vier Wochen, als er auf die Idee kam, die Distanz des Chats aufzugeben.

Vier Wochen sind im Chat Jahre

Vier Wochen. Im Chat sind das Jahre. Menschen durchlaufen dort alle Phasen des Kennenlernens im Zeitraffer. Nach fünf Minuten erzählen sie von ihren Hobbys, nach einer Stunde halten sie sich für gute Freunde, und nach einer Woche glauben sie alles voneinander zu kennen – bis auf das Wichtigste: die Aura des anderen. In der Fantasie wird der andere immer perfekter und die Chance immer kleiner, dass er diesem Bild in der Realität entsprechen kann.

Mag sein, dass Markus deswegen den Augenblick, in dem aus online offline wird, schnell herbeiführen wollte. Deshalb der Überraschungsbesuch. Deshalb der Überfall aus leidenschaftlichem Überschwang.

Irgendwann sagte sie: okay

An einem Freitagabend fuhr er los. Mein Gott, würde er sie überraschen! Und sie, sie würde sich freuen! Natürlich musste sie das. Markus fühlte sich leidenschaftlich, endlich passierten in seinem Leben Dinge, die es sonst nur in Filmen gibt. In Zürich ging er sofort in ein Internetcafé. Bald würde sie online gehen, und er würde ihr eröffnen, dass er ganz in ihrer Nähe sei. Er konnte es kaum erwarten. Tatsächlich, nach wenigen Minuten kam sie. Und es ging schnell: In Zürich sei er, ja wirklich! Er vergehe vor Sehnsucht, er wolle, nein: Er müsse sie sehen. Irgendwann sagte sie: okay. Und fühlte sich wohl überrumpelt. Eigentlich brauchte sie Zeit und Distanz. Der Chat war für sie das perfekte Medium: Liebe ohne Nähe. Jetzt kam da einer, der sie ans Licht zerren und ihrer Sicherheit berauben wollte.

Sie bestellte ihn zum Bahnhof. Er solle nicht länger als eine Viertelstunde auf sie warten, sagte sie ihm noch. Das war wohl ein Wink, dass ihr alles zu schnell ging. Er hat ihn nicht verstanden.

Er wartete und wartete, sie kam nicht. Was er nicht wusste: Sie war da, beobachtete ihn. Traute sich nicht, auf ihn zuzugehen. Sie konnte nicht, sie wollte es auch nicht. Das erklärte sie ihm später.

Kann sein, dass vor allem Menschen chatten, die Anonymität zu schätzen wissen. Weil sie nicht die Hübschesten sind. Weil sie nicht die besten Redner sind oder keine idealen Körpermaße haben. Kann auch sein, dass sie ein falsches Foto geschickt hatte und sich nicht traute, das zuzugeben. Kann auch sein, dass sie ein 70-jähriger Opa ist. Chat ist das Medium mit den meisten Kann’s.

Warum war sie nicht gekommen?

Wütend und enttäuscht fuhr Markus wieder nach Hause. Warum nur war sie nicht gekommen? Zu Hause angekommen, fand er E-Mails, in denen sie sich entschuldigte, seitenlang. Er solle sich nicht abwenden, sie liebe ihn, brauche nur Zeit. Er war schnell versöhnt. Ihre Liebe pendelte sich im Chat wieder ein. Sie trafen sich täglich, schrieben Mails, telefonierten. Und wurden trotzdem immer unglücklicher. Irgendwann reicht die Illusion doch nicht mehr, irgendwann muss der Übergang in die Realität geschafft werden.

Markus schien das zu ahnen, fürchtete, er werde sie nie sehen. Im November dann der zweite Anlauf. Er sagte nichts, wie beim ersten Mal. Fuhr nach Zürich. Wollte sie sehen. Es wurde nichts. Markus spürte, dass die Sache kippte. Sie kippte, als ihre Mail kam. Sie werde ein Jahr nach Kanada gehen, als Au-pair-Mädchen. Am 8. Dezember. Das war die Hölle für ihn.

Erst Mitte Januar traf Markus sie im Chat wieder. Jeden Tag war er fast rund um die Uhr online, hoffte, sie würde in den Chatraum kommen. Und noch einmal schien doch alles gut zu werden.

„Sie schrieb, sie werde nach Europa kommen und wolle mich doch endlich kennen lernen“, sagt er leise. Am 8. April werde sie da sein, sie würden sich sehen. Sie würden nach Zürich fahren, bevor sie wieder nach Kanada fliegen werde.

Nichts von all dem trat ein. Einen Monat vor dem Treffen ließ sie ihn wissen: Sie komme nicht, sie habe einen Freund, es sei aus. Zack. Das muss der Zeitpunkt gewesen sein, an dem endgültig etwas zerbrochen ist, sein Leben einen Sprung bekam. Er versuchte sie umzustimmen, sie blockte alles ab. Und er fand eine Ausrede vor sich selbst, dass sie schon kommen werde am 8. April.

Das hielt ihn über Wasser. Sie hatte es doch versprochen. Sie würde kommen. Sie kam nicht. Der 8. April verlief wie alle schlimmen Tage vorher. Er begriff, dass sie ihm entglitten war.

Auf dem Weg zum Brückenpfeiler

Und so findet er sich auf einmal wieder, in seinem Audi, auf dem Weg zum Brückenpfeiler. Es ist, als beobachte er sich selbst. Er muss durch die verdammte Leitplanke kommen! Er sieht die Brücke. Sie kommt näher. Jetzt. Er reißt das Steuer nach rechts. Dann geht alles von selbst. Der Knall, das Geräusch splitternden Glases, alles dreht sich. Dann bleibt das Auto stehen. Schrott. Er hat keinen Kratzer.

Ein gespenstisches Leben führt er seitdem. Verlässt die Wohnung nur, um zur Arbeit zu gehen. Die Wochenenden sind die Hölle. Zynisch und einsam lungert er im Chat herum, der Rechner ist 24 Stunden online, er kann ihn nicht ausstellen; vielleicht kommt sie ja noch, redet mit ihm, sagt, dass sie ihn brauche. Oder war sie vielleicht schon da? Und hielt sich, maskiert mit einem anderen Pseudonym, zeitgleich mit ihm im Chatraum auf, ohne dass er es merkte? Dauernd stellt er sich diese Fragen. Sie lassen ihm keine Ruhe.

Irgendetwas in ihm lässt ihn immer noch hoffen, dass sie doch noch zusammenkommen werden, sie eine analoge Zukunft haben. Irgendwann müsse sie ja wieder zurückkommen aus Kanada, sagt er. Durchhalteparolen. Wüsste er, wo sie sich aufhält, er säße sofort im Flugzeug. „Eine Frau wie sie wird mir nie wieder begegnen, davon bin ich hundertprozentig überzeugt. Sie ist ein Millionentreffer.“ Er glaubt das wirklich. Er bräuchte nur fünf Minuten. Verdammte fünf Minuten. Die würden ihm reichen. Wofür? „Wir sehen uns fünf Minuten, und alles wird gut.“

 

 

 

 

 

Die Schaukeln

Beim Spaziergang durch den Park sah ich sie: Oma und Opa. Weiße Haare, unkonventionell gekleidet. Kriegserlebende. Tiefe Furchen in den Gesichtern. Sie sitzen auf den Schaukeln. Einer rechts und eine links. Wie selbstverständlich. Das normalste der Welt. Lachend, feixend, albern, fast euphorisch. Viele schauen ungläubig. Ich muss schmunzeln. Wie schön das ist. Eine kurze Szene in einem Park an der Nordsee. Und ich wünsche mir, dass ich in 30 Jahren auch dort auf der rechten Schaukel sitze.

 

Nachricht an mein Kind

Liebes Kind,

Manchmal komme ich Nachmittags von der Arbeit und stelle fest, dass du wieder ein kleines Stück gewachsen bist. Deine Gesichtszüge sind feiner, deine Augen sehen älter aus. Wieder etwas Babyspeck weniger.
In solchen Momenten schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits bin ich begeistert und ehrfürchtig; Ich weiß, du hast noch so viel vor dir. Andererseits bin ich verängstigt, weil die Zeit rast und ich sie nicht verlangsamen kann. Ich fürchte, dass ich nicht immer wach und aufmerksam gewesen sein könnte, dass ich irgendwie die Magie deines Wachstums verschlafen haben könnte.
Ich habe Angst, dass ich mich nicht genug an dich erfreut haben könnte. Ich weiß, dass du in deinen jungen Jahren viel zu oft Rücksicht auf mich nehmen musstest. Ich erinnere mich dann wieder, wie du mich im zarten Kleinkindallter bereits in einem lebensbedrohlichem Zustand erleben musstest und wie du darüber bitterlich geweint hast. Das tut mir unendlich leid. Ich frage mich, ob ich dir gegeben habe, was du brauchst? Ist dein Herz noch immer ganz? Deine Seele unversehrt?
Ich weiß ich bin als dein Vater nicht immer so gut, wie ich es gerne wäre. Ich möchte gut sein. Und manchmal bin ich es; aber manchmal bin ich es eben nicht.
Ich mache jeden Tag Fehler.
Manchmal bin ich grob, wenn ich sensibel sein sollte. Und was mich am meisten schmerzt ist, dass du oft nur das von mir bekommst, was ein langer Tag von mir übrig lässt.Manchmal verwechsle ich deinen Kummer mit Jammern oder dein schweres Herz mit schlechtem Benehmen. Ich mache Fehler, wenn ich müde bin. Ich wünschte, das wäre anders, aber manchmal ist es so.
Ich mache Fehler, wenn ich Angst habe. Ich fürchte mich vor kleinen und vor großen Sachen. Ich dachte immer, Erwachsene hätten alles im Griff, aber ich bin jetzt einer und wie sich zeigt, stimmt das gar nicht.
Manchmal ergreift Traurigkeit mein Herz und ich kann an nichts anderes denken. Ich vergesse mich zu entspannen und dich zu genießen. Ich vergesse zu lächeln und zu lachen. Ich arbeite daran.
“Ich möchte die Dinge richtig stellen”
Ich mache Fehler, wenn ich mich verloren fühle. Ich habe mit meinen eigenen Dämonen zu kämpfen und das hat nichts mit dir zu tun. Manchmal sind es Angst oder Depressionen, aber es ist nie deine Schuld. Ich werde weiterhin nach Ganzheitlichkeit streben, damit ich dir helfen kann, wenn du eines Tages auf diese Hindernisse stoßen solltet.
Ich weiß, es ist leicht, immer nur die negativen Dinge zu sehen und die Positiven zu vergessen, aber ich möchte die Dinge richtig stellen.
Wenn ich dich ansehe, bin ich SO STOLZ. Wenn ich dich ansehe, sehe ich das Gute. Ich sehe etwas Mächtiges. Ich staune darüber, dass man mir einen so wertvollen Schatz anvertraut hat. Dein Herz ist rein und weich. Du bist sanft und freundlich, du bist lebhaft und leidenschaftlich.
Ich werde immer dein größter Fan sein.
“Dein Herz ist das Wichtigste für mich”
Hör nie auf mir zu sagen, wenn ich deine Gefühle verletze. Hör nie auf, deine Ängste und Unsicherheiten mit mir zu teilen und wir werden gemeinsam eine Lösung finden.
Ich komme damit klar, dass ich Fehler mache, aber ich würde nicht damit klarkommen, dein Herz zu verlieren.Ich hoffe, meine Schwäche zeigt dir etwas. Ich hoffe, dass du damit zurechtkommen wirst, wenn du eines Tages auf deine eigene Zerrissenheit, Müdigkeit, Angst und Verunsicherung stoßen solltest.
Ich bete, dass deine Fehler dich nicht so sehr ängstigen werdet, wie es bei mir der Fall war. Ich bete, dass du nicht vor ihnen davonlaufen, sondern mit ihnen ringen wirst . Dass du wiederkommst, dich entschuldigst und es noch einmal versuchen wirst.
“Manchmal können wir die Zeit festhalten”
Wir machen es nicht immer richtig und das ist in Ordnung.
Wir alle sind professionelle Fehler-Macher und auch du wirst viele, viele Fehler machen – genau wie ich. Doch keiner von ihnen könnte das Licht verdunkeln, das ich sehe, wenn ich dich anschaue. Du bist mein Schatz, du bist mein Grund für alles.
Obwohl das Leben an uns vorbeirast, haben wir manchmal einen Moment. Manchmal können wir eine Hand ausstrecken, die Zeit packen und sie festhalten. Der Welt steht still und alles ist ruhig und wir sehen uns so, wie wir sind.
In diesem Moment, wenn ich sehe, was für Menschen du bist und sein wirst, ist alles, was ich denken kann …
Wow.
“Du inspirierst mich”
An diesem Nachmittag, an dem es mir so vorkommt, als wärst du gewachsen, möchte ich dir sagen, dass du wundervoll bist. Du verblüffst mich jeden Tag – und während ich dich beobachte, inspirierst du mich. Du inspirierst mich dazu, die Größe zu zeigen, die in mir ruht.
In dieser Familie werden wir Fehler machen, aber wir werden sie zusammen machen und wir werden einander dabei fest im Arm halten.
Ich werde niemals perfekt sein, aber ich gehöre dir für immer und ewig und ich werde immer und ewig an deiner Seite sein.
Das kann ich dir versprechen.
Ich liebe dich.